Alzey, 02. Oktober 2010

Heribert Erbes prüft den Oechslegehalt mit dem Refraktometer

In der Wochenendausgabe der Allgemeinen Zeitung Alzey vom 2. Oktober 2010 wird Heribert Erbes vom Chefredakteur Thomas Ehlke zum neuen Jahrgang befragt. Erbes schildert die Problematik des Jahrgangs 2010:


Ausgeprägte Regenperioden im August und Anfang September haben in den Weinbergen großflächige Peronosporaschäden erzeugt. Diese führten besonders bei den frühen Sorten zu erheblicher Fäulnis und in der Folge zu beträchtlichen Ernteausfällen. Heribert Erbes geht für Rheinhessen von durchschnittlich 25% - 30% Ertragseinbußen aus. Für den Jahrgang 2010 hat sich striktes Qualitätsmanagement ausgezahlt. Für qualitätsbewußte Winzer reduzierten arbeitsintensive ertragsregulierende Maßnahmen und kontinuierliche Laubarbeit die sonst verbreitete Fäulnis im Weinberg.


Bei der Kellerarbeit wird es nach Erbes auf ein gutes Säuremanagement ankommen. Heribert Erbes sieht dabei besonders gute Chancen für den in Kürze zur Lese anstehenden Riesling.


Heribert Erbes vermutet, dass die bescheidene Erntemenge Preiserhöhungen bei Fasswein zur Folge haben wird. Erfahrenen Winzern dürfte es auch bei dieser Ernte gelingen qualitativ gute Weine zu bereiten. Die „Kunst des Winzers“ ist bei der Ernte 2010 besonders gefragt, so Heribert Erbes, der schon viele schwierige Jahrgänge in seiner Laufbahn erlebt und gemeistert hat.

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