Weinpass: Riesling Spätlese lieblich 2009
Kriterien im Weinberg und im Weinanbau
- Geschützte Kesselsüdlage im Ensheimer Kachelberg schafft besonderes Mikroklima. Kalkmergel auf Kalksandstein sorgt für hohe Wärmespeicherung und sehr frühe Vegetationsdaten (Austrieb, Blüte, Reife).
- Pflanzjahr 2004 mit Riesling Qualitätsklon (weniger Ertrag). Aus kleinen lockeren Trauben resultiert große Aromavielfalt.
- Mechanische Bodenbearbeitung optimiert das Wassermanagement (keine chemische Unkrautbekämpfung während der Vegetation)
- Biotechnischer Pflanzenschutz (Pheromone) macht Insektizideinsatz überflüssig.
- Entblätterung und „grüne Lese“ von Hand sorgen für optimale Reifebedingungen des Rieslings.
- Späte Lese am 13. Oktober. Ertrag bescheidene 6.500 Liter pro ha. Mostgewicht 95° Oechsle (vollreife Trauben)
Traubenverarbeitung und Weinbereitung
- Schonende Traubenbehandlung und Verarbeitung durch Kippeinrichtung
- Durch Maischestandzeit bessere Feinaromatik. Schonende Pressung verhindert Bitterstoffbildung.
- Temperaturgesteuerte Vergärung bei Erhalt einer natürlichen Restsüße (Fruktose).
- Abfüllung bereits zum Jahresende 2009 zur Erhaltung einer maximalen Frische, weitere Reife und Veredlung in der Flasche.
Entwicklung des Weines
- Ausgeprägte Restsüße in Verbindung mit einem reifen Säuregehalt geben dem Riesling Dichte und Länge.
- Die Restsüße beruht ausschließlich auf Fruktose, da der Traubenzucker (Glukose) vollständig vergoren wurde. Die hohe Süßkraft der Fruktose ermöglicht diesem Dessertwein einen relativ geringen Kohlenhydratanteil.
- Eine besondere Riesling-Finesse bereitet Nachhaltigkeit im Abgang.
- Der Wein ist sowohl gekühlt (8°C – 10°C) als auch leicht temperiert (12°C - 15°C) zu servieren.
Geeignet zu Süßspeisen, würzigen Käsegerichten oder als Aperitif.





